Im Test: Klarstein TG-109B

Größe

Ein weiteres Multifunktionsgerät, welches in der Bauweise stark an die Produkte von Rollei erinnert. Die Frontansicht lässt aber schnell den Unterschied erkennen. Dieses Gerät verzichtet auf einen Preview-Bildschirm und benötigt daher auch keine Knöpfe für die Menüsteuerung. Das Gerät hat natürlich eine nicht ganz unbedeutende Größe, wenn man auch engem Raum lebt. Mit 23 x 21 x 15 cm fällt es auch in der Ecke schon etwas auf. Aber scannen sie täglich Fotos und Dias?

Leistung

Wie die Bezeichnung „Multifunktion“ oder „Kombo“ vermuten verlässt, der Klarstein TG-109B scannt so einige Formate. Neben Bildern im klassischen 9 x 13cm Format hat das Gerät eine Vorrichtung für 10 x 15 cm und 13 x 18 cm. Daneben scannt er ihre Dias und Negative(35mm-Filme) mit Leichtigkeit.  Eine genaue Aussage über die Scangeschwindigkeit können wir dem Gerät nicht entlocken, nach Herstellerangaben soll diese „schnell“ verlaufen.

In mancher Hinsicht behält sich der Hersteller etwas bedeckt mit Angaben. Über die Farbtiefe ist keine Angabe zu finden, wahrscheinlich kommen 24-bit zum Einsatz, was für diese Preisklasse ausreicht. Des weiteren kommen 5,1 Megapixel zum Einsatz. Mit 3600dpi hat das Gerät doppelt so viel zu bieten wie der (Haupt-)Konkurrent Rollei PDF-S 240 von Rollei – für den Preis und die Produktklasse ebenfalls anständig. In der Regel reichen aber auch weniger dpi aus.  Bei dem Sensor handelt es sich um den CMOS der bei besseren Scannern zum Einsatz kommt.

Alle Medien werden über Halterungen in das Gerät eingeführt. Wie dem folgendem Bild zu entnehmen ist, sorgen schienen für die Fassung der Bilder. Schieben sie die Schienen einfach in den Einzug und der Scanvorgang kann beginnen. Je nach Anzahl der Dias, Filme oder Bilder die man scannen möchte, kann sich der Scanvorgang schon mal in die Länge ziehen. Im Vergleich zu Flachbrettscannern sind sie jedoch zeitlich klar im Vorteil. Der Prozess des Scans ist sehr einfach gehalten, einfach Schienen einlegen und den Startknopf drücken. Sie brauch noch nicht mal einen Computer, die Bilder können direkt auf eine Speicherkarte gezogen und dann zum Beispiel bei Rossmann oder Budnikowski entwickelt lassen werden.

Im TG-109B steckt auch ein bisschen Rechenleistung. So findet eine automatisches Belichtungskorrektur und Farbeinstellung statt, die sich auf das Bild anpasst. Kontrollieren sie natürlich nach dem Vorgang noch einmal. ob das digitale Bild zufriedenstellen ist.  Über die Software Blaze Photo kann selbst Hand angelegt werden.

Zubehör vom Klarstein TG-109B
Zubehör vom Klarstein TG-109B

Unterstützte Formate

Die unterstützten Bildformate wurden bereits erwähnt(9x13cm, 10x15cm und 13x18cm). Das Gerät wird mit dem ausreichendem USB 2.0 Anschluss verbunden. Die Ergebnisse sind wahlweise auf dem PC oder auf einen Speicherchip(SD) zu sichern. Eine direkte Betrachtung auf einem Vorschau-Bildschirm, wie es andere Geräte anbieten, fehlt leider.

Lieferumfang
  • Das Gerät
  • Fothalter für die drei Bildformate
  • Diahalter
  • Negativ-Halter
  • USB2USB-Kabel
  • Anleitung in mehreren Sprachen
  • CD mit Treiber und Software


Fazit

Wer kennt es nicht – Im Keller horten sich die Dias und Negative vergangener Tage nur so an. Angeschaut werden die Bilder aber leider nur selten. Hinzu kommt ein Verschleißprozess der nichts Gutes bedeutet. Zudem sollen die alten entwickelten Urlaubsbilder auf den Rechner gesichert werden, sodass sie der Verwandschaft gezeigt werden können. Der Klarstein TG-109B verspricht ein Lösung für all diese Fragen. Mit einfachen Einzügen lassen sich in ein paar Stunden die Bilder auf den PC übertragen und auf Wunsch Nachbearbeiten. Dabei hilft der starke CMOS-Sensor und das automatische Korrektursystem von Klarstein. Mit 3600dpi bietet der Scanner einen kleinen Vorteil gegenüber der direkten Konkurrenz, nur leider Verliert das Gerät wieder Punkte aufgrund eines nicht vorhandenen Vorschau-Bildschirmes.

Der Gesamteindruck ist gut. Für den häuslichen Amateur-Gebrauch bietet das genügen Funktion für eine erfolgreiche Sicherung der Bilder. Wer mehr möchte der verzichtet in der Regel auf eines der Medien und muss tiefer in die Tasche greifen.