Nicht nur einen langen Namen hat das Gerät, auch seine Maße setzen einiges an Platz voraus. Der Flachbettscanner von Canon ist primär, wie eigentlich alle Flachbettscanner, auf Dokumente ausgerichtet. Dieses feine Gerät aus dem Jahre 2013 liefert jedoch zusätzliche Schienen für das Scannen von Negativen und Dias.

Produktinformationen

Canon CanoScan 9000F Mark II Film Negat...
Canon CanoScan 9000F Mark II Film Negat...
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203,99€
  • Für Dias, Negative, Dokumente und Fotos
  • Bis zu 16 Dias
  • Bis 9.600 x 9.600 dpi
  • Mit CCD-Sensor

Spezifikationen

Der kleine Koloss wiegt stolze 4,6 kg. Dazu ist er 48cm lang und 27cm breit wodurch er nicht in jeder Studentenwohnung seinen Platz finden tut.

Geeignet zum Scannen sind neben Dokumenten auch Fotodokumente, Zeitschriften, Bücher und CDs. Darüber hinaus sind auch Übergroße Objekte wie ausgebreitete Zeitungen kein Hindernis.

Desto kleiner das Format, desto größer sollte die Auflösung sein. Der CanoScan leistet bis zu 9.600 dpi und wird damit auch Dias gerecht. Eine Farbtiefe von 48-bit reicht zudem völlig aus. Damit überhaupt Dias gescannt werden können ist eine CCD-Durchlichteinheit vorhanden. Wie man im nachfolgendem Video sehen kann, muss ein Blende am Dia entfernet werden, wenn man Dias und Negative Scannen möchte.

Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass der Hersteller den Stromverbrauch dieses Gerätes im Vergleich zum Vorgänger optimiert hat. So schaltet sich das Gerät bei Nichtgebrauch einfach ab.

Die angegebene Scanzeit von 7 Sekunden stimmt wirklich nur für Dokumente. Für ein Kleinbildnegativ in der Standardeinstellung fielen in unserem Test schnell bis zu 20 Sekunden an. Da zumeist 4 Dias in einer Schiene liegen dauert der Scanvorgang gerne 1 Minute und 30 Sekunden. Wird die dpi-Zahl in den Einstellungen geändert, so kann sich der Prozess bei Dokumenten als auch bei Dias erheblich verlängern und ist gegenüber anderen Scannern langsam.

Die FARE-Technologie entfernt Staubt und Kratzer. Bei unseren Durchläufen hat das Gerät so gut wie alles beseitigt und sehr gute Arbeit geleistet.

Lieferumfang

Alle Schienen geöffnetWer sich den Canon CanoScan 9000F Mark II Film und Negative Scanner zulegt, wird zu dem Scanner noch einiges Zubehör erhalten. Es kommen mit dem Artikel jeweils ein USB-Kabel und ein Netzkabel. Filmhalter werden reichlich mitgeliefert und zwar sowohl für Kleinbild-Filmstreifen, für Dias als auch für 120-er Rollfilm. Lediglich bei Planfilmen ab einer bestimmten Größe stößt er an seine Grenzen, aber ansonsten kann man ihn wirklich als Allrounder bezeichnen.

Hinzu kommen natürlich noch die CD-ROM mit den passenden Treibern sowie die Garantiekarte des Scanners. Die gesamte Installation umfasst fast 900 MB. Im Softwarepaket wird an nichts gespart: Die hauseigene Software MyImageGarden, dickes Handbuch und eine weitere separate Scansoftware namens ScanGear mit umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten sind enthalten. Die Software umfasst Texterkennung (OCR) und kann Daten mit Leichtigkeit in das PDF-Format umwandeln.

Die mitgelieferte Anleitung hat übrigens nur 5 Seiten – besser man schaut sich die umfangreiche Anleitung für den PC an.

Installation und Anwendung

Nach der Entnahme des Gerätes aus der Verpackung muss natürlich erstmal einiges an Folien entfernt werden. Für die Inbetriebnahme muss zunächst ein Regler des Scan-Moduls umgesetzt werden, der auf der Innenseite des Gerätes platziert ist. Bei Transport soll der Regler immer auf geschlossen geschoben werden, da sonst interne Schäden auftreten können.

Zudem sollte zuerst sollte die komplette Software installiert werden. In einer Kurzanleitung auf dem Bildschirm wird einem dann kurz die Schritt-für-Schritt Vorgehensweise für den Anschluss am Computer dargestellt.

  • Zuerst das USB-Kabel mit dem PC verbinden, dann den Netzstecker mit dem Scanner und dann den Netzstecker mit der Steckdose verbinden.

Im Test hat die Verbindung mit dem PC tadellos funktioniert. Das Scannen kann sogleich beginnen. Einfach Dokument auf den Scanner legen und auf Autoscan klicken. Nach wenigen Sekunden poppt auf dem Bildschirm die Anfrage auf, wo die Bilder abgespeichert werden sollen. Die Scanqualität in der Standardeinstellung könnt ihr im unteren Screenshot sehen. Beim Auf- und Zuklappen wirkt die Klappe etwas wackelig. Sie hakt bei ca. 45 Grad ein und auch bei 90 Grad. Wer Bücher und dicke Zeitungen Scannen möchte, kann zudem das Verbindungstück von Ober- und Unterteil leicht anheben, um so das Oberteil möglichst waagerecht auf ansetzen zu können.

Insgesamt gibt es mehrere Wege den Scanvorgang zu starten

  • Über die AutoScan Taste
  • Über die Scan Utility Software
  • Über die MyImageGarden Software
  • Über die Scangear Software
  • Über Funktionen von Windows

Wie man sieht, ist für einen umfangreichen Umgang ebenso viel Einarbeitungszeit einzuplanen. Wer jedoch nur die Standardeinstellungen verwenden möchte, wird damit auch gut klarkommen.

Ebenfalls praktisch sind die Schnelltasten auf der Vorderseite des Scanners. Ein Autoscan erkennt wie bereits erwähnt automatisch das eingesetzte Medium. Weite Tasten lassen Dokumente in einem bestimmten Zielformat abspeichern(JPEG, PDF), direkt drucken  oder direkt per Email versenden.

Ein HDMI-Anschluss fehlt leider für eine direkte Betrachtung auf dem Fernseher.

Dias und Negative scannen

Für Dias und Negative werden Schienen mitgeliefert. Diese müssen zwingend eingesetzt werden. Das Einsetzen dieser ist in dem folgenden Video zu sehen.

Wichtig ist zudem, dass die Blende zunächst entfernt werden muss, sonst wird wie bei einem normalen Dokument die gesamte Fläche gescannt. Für Dias muss die Schiene zunächst direkt auf den Fotoscanner gelegt werden. Dafür sind feste Steckplätze vorgesehen. Kleine Einbuchtungen ermöglichen das Einfügen und Entnehmen der Dias. Unglücklich sind hierbei potentiell auftretende Fingerabdrücke, da man die Oberfläche zwangsweise leicht berührt. Zudem wäre es praktischer gewesen, die Schiene auch außerhalb beladen zu können, so könnte man auch mit einer zweiten Schiene bereits weitere Dias befüllen. Die Kunststoff-Schienen wirken empfindlich und sollten nicht mit zu viel Druck betätigt werden. Daher wurden sie wahrscheinlich auch so sorgsam verpackt. Wenn die Klappe geschlossen wird und der Scanmodus eingeleitet, erkennt der Scanner automatisch die Dias und scannt sie einzeln.

Die Filmstreifen können in eine Schiene gelegt werden, die zwei Filmstreifen aufnimmt. Dazu muss ein vertikaler Verschluss betätigt werden. Leider fehlt es hier gerade bei gewölbten Filmstreifen an halt. Die Kunststoffbestandteile sind hier sehr dünn und empfindlich. Das weitere Vorgehen ist mit dem von Dias identisch – Klappe schließen und Scanmodus starten.

Die Scangeräusche sind deutlich wahrnehmbar werden aber nicht als störend wahrgenommen. Je nach Einstellung variiert die Scandauer von 1-2 Minuten je 4 Dias bis hin zu 10 Minuten oder Filmschiene mit Filmmehr bei hohen dpi-Einstellungen.

Die umfangreiche Software

Canon hat bei dem Lieferumfang in Sachen Software nicht gespart.

Über das „Quick-Menü“ wurde alles beisammen gehalten, sodass man den Überblick nicht verliert. So bietet das sogenannte „Online-Handbuch“ alle Informationen zum Gerät und Scanvorgang. Über spezielle Icons lässt sich der Scanvorgang sofort auslösen. Über das Einstellungsmenü lassen sich Programme festlegen, die die gescannten Dokumente und Fotos verwenden sollen. Auch das Speicherformat wie JPEG oder PNG lässt sich festlegen.

Das Programm ScanGear bietet zusätzlich viele weitere Einstellungen und eine Vorschau des anliegenden Scans. So lassen sich Farbkorrektureinstellungen, Papierformat, Auflösung und vieles weitere Einstellen.

Canon Canoscan 9000F Mark 2 - geöffnetDas Verwaltungs- und Bildbearbeitungsprogramm MyImageGarden wird im Quick Menü leider nicht aufgeführt. Hier lassen sich alle Scans ordnen und bearbeiten. Das Programm bietet einige Korrekturmöglichkeiten, um alles aus den Scans rauszuholen. Viele Funktionen kennt man von Programmen wie ACDSee.

Interessanter Weise bieten sich also mehrere Möglichkeiten den Scanvorgang einzuleiten. Da die Programme unterschiedliche Grundeinstellungen haben, konnten im Test unterschiedliche Scanzeiten festgestellt werden. Etwas verwirrend sind zudem die unter Umständen abweichenden Speicherorte.

Fazit

 

Ganz klar, das Gerät ist vielmehr ein (sehr guter) Dokumentenscanner als Dia- und Negativscanner. Dafür ist das Wechseln der Dias und Filme einfach zu zeitintensiv. Auch der Scanvorgang selbst nimmt bei hohen dpi-Werten zu viel Zeit ein. Wer jedoch gelegentlich Dias scannt und auch niche allzu viele der freut sich über hochwertige Ergebnisse.

Freude macht auch die umfangreiche Software, die der ca. 200€ teure Scanner mitliefert. Bearbeiten, Korrigieren und Verwalten von Dokumenten und Bildern ist so nach etwas Einarbeitungszeit leicht möglich und es muss keine Zusatzsoftware beschafft werden.