Diaprojektor mit KassetteDie geliebten Dias der 60er, 70er und 80er Jahre verweilen in vielen Haushalten im Schrank. Bilder von Familienfeiern und Urlauben an der Adria sind nur noch selten zu sehen, denn zum Abspielen bedarf es nun mal eines geeigneten Diaprojektors und einer Dialeinwand. Mit der Zeit sind auch diese eingestaubt und die Jahre sind ihnen anzumerken.

Warum also nicht Dias in Sekundenschnelle einscannen?

Der Diascanner ist im Grunde eine spezielle Variante des Fotoscanners. Diascanner sind speziell für Dias entwickelt worden oder können auch noch andere Formate einscannen. Sie sind sehr kompakt. leicht und sogar ohne Computer bedienbar. Mit dem passendem Gerät sichern sie nicht nur ihre Fotos: Mit der Digitalisierung können die Bilder über E-Mail oder facebook mit Freunden, Familie und Verwandten geteilt werden.

Welche Formate werden unterstützt?

Negativfilm NaturAuf jeden Fall wird das bekannte Kleinbildformat und Mittelformat von maximal 5 x 5 cm für Dias unterstützt. Die maximale Dicke der Dias sollten 2mm nicht überschreiten(Geräteabhängig). Neben Diafilmen können zumeist auch Negativfilme von analogen Kameras eingescannt werden.

Achten Sie auf die unterstützten Formate der Geräte. Der JUM-FS14MP beispielsweise unterstützt 35mm, 110 Film, 126 Film und Super 8 Film.

Einige Geräte können zudem als normaler Flachbettscanner eingesetzt werden. Die Bilder werden einfach auf die Scanfläche gelegt und die Klappe geschlossen. Zu den gängigen Formaten zählen das 9 x 13 cm, 10 x 15 cm und 13 x 18 cm Format. Geräte dieser Klasse kosten oftmals mehr 100€.

Gespeichert werden die Bilder im JPEG-Format und/oder PNG-Format.


Die wichtigsten Spezifikationen eines Diascanners

Scandauer

Je nach Anzahl der zu digitalisieren Dias oder Negative kann das Scannen Stunden oder gar Tag Innanspruch nehmen. Je höher die Qualität des Zielformates desto länger dauert der Scanvorgang in aller Regel.

Sensor

Bei höherwertigen Scannern wird eher ein CCD anstatt ein CIS oder CMOS-Sensors verwendet.

Dpi und Farbtiefe

Je nach Verwendungszweck ist besonders auf ausreichend dpi, die Auflösung, zu achten. Soll das Bild später vergrößert und eingerahmt werden, dann reichen 1200 dpi wahrscheinlich nicht aus. Die Farbtiefe ist eher zu vernachlässigen. Der Unterschied zwischen 24-bit, 48-bit und 96-bit ist kaum zu erkennen.

Interne Verarbeitung

Neben Zahlen wie Farbtiefe und DPI ist schlicht die gesamte Umsetzung des Gerätes für ein hochwertiges Ergebnis verantwortlich. Es ist wie bei den Autos – Auch ein guter Motor und hochwertiger Edelstahl machen aus den Einzelteilen harmonische Luxusautos.


Unterschiedliche Zusatzfunktionen und Ausstattungen

Ein günstiger Kaufpreis mag verlockend sein. Günstige Geräte verfügen aber zumeist über wenige Extras. Beachten Sie folgende Aspekte bei der Kaufentscheidung und überprüfen Sie ihre Präferenzen.

  • HDMI-Anschluss

Per HDMI-Anschluss lassen sich die Dias über das Gerät direkt am Fernseher betrachten und mögliche Fehler beim Einscannen können erkannt werden. Zudem kann die Familie vor dem Fernseher die Bilder anschauen ohne zuvor die Bilder eingescannt zu haben.

  • Integrierter Bildschirm

Über einen LCD-Bildschirm sehen Sie gleich die Bildqualität des Scanvorgangs. Wenig gelungene Scan werden verworfen und gar nicht erst auf den PC überspielt. Einige Geräte bieten auch Bearbeitungsfunktionen über den Bildschirm an wie Helligkeit ändern, Drehungen oder Kontrastanpassung.

  • Interner Speicher

Speichern Sie die Bilder auf dem Gerät und übertragen Sie diese spätere auf einen Computer oder der Speicherkarte. Für die Betrachtung der Bilder auf dem PC ebenfalls sinnvoll. Kleinere Speicher fangen bei 32 Megabyte an.

  • AV-Anschluss

Über einen AV-Anschluss sehen Sie ihre Bilder gleich auf dem Fernseher ohne ein Bild übertragen zu müssen. Die AV-Qualität ist schlechter als die HDMI-Qualität.

  • Speicherkartenunterstützung

Verfügt der Scanner über einen Kartenslot, so können die Diabilder gleich auf einer mobilen SD-Karte gespeichert werden.

  • Mitgelieferte Software
Kaputte Dias
Alte Dias mit Macken?

Für eine nachträgliche Bearbeitung der Bilder ist entsprechende Software von einigen Herstellern mitzugelegt worden. Kratzer und ungewünschte Bildinhalte entfernen oder das nachträgliche Einfügen von allem Möglichen wird so erleichtert. Bei der mitgelieferten Software handelt es sich um Eigenentwicklungen der Hersteller oder Software von Drittanbietern wie Adobe.

Aber: Viele Diascanner, wie einige Modelle von Rollei, optimieren die Bilder automatisch durch anhand der integrierten Diascanner-Software.

  • Stand-Alone Geräte

Mit diesen Geräten sind Computer überflüssig. Die Bilder sind direkt auf der Speicherkarte speicherbar, auf dem Gerät oder direkt auf dem Fernseher zu sehen. Für Präsentationen optimal.

  • Mitgelieferte Durchlichteinheiten, Schlitten und Diamagazine

Ein guter Diascanner verfügt über Schlitten in denen Sie die Dias einfügen können. Dann brauchen die Schlitten nur noch auf das Gerät gelegt oder eingeführt werden. Größere Schlitten können bis zu 20 Dias aufnehmen. Anhand dieses Hilfsmittel werden die Dias von dem Scanner leicht erkannt und optimal verarbeitet.

Vor dem Scannen: Dias überprüfen und Reinigen

Vor jedem Scanvorgang ist die Beschaffenheit der Dias zu beachten. Je besser der Zustand der Dias desto bessere Ergebnisse sind zu erwarten! Entfernen Sie gegebenenfalls nachträglich Staub und Schmutz.

Für die Reinigung können spezielle Handschuhe und Reinigungspinsel zu Hilfe genommen werden. Aber auch hier ist die Technik fortschrittlich – Mittels Infrarot und anderen Techniken entfernen Scanner wie der Rollei PDF-S 330 Kratzer und Staub.


Glossar

NegativfilmFormate

  • Kleinformat: Normalerweise Diaformate von unter 5cm x 5cm
  • Mittelformate: Häufig bei Kamera für den Privatgebrauch im Einsatz. Bieten eine gute Qualität und sind gleichzeitig mit einer annehmbaren Größe vereinbar.

Sensoren

Wie bei Fotoscanner werden die CCD, CMOS und CIS-Sensoren eingesetzt. Siehe hierzu den eigenen Artikel zu Sensoren.